Die im deutschen Recht verankerte Due Diligence-Bedeutung meint eine im Verkehr erforderliche Sorgfalt. Bei der Due Diligence-Prüfung wird ein Unternehmen oder eine Person sorgfältig auf wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und finanzielle Verhältnisse analysiert. Genau wie in Deutschland sind Sie als Käufer oder Anteilseigner eines indischen Unternehmens nicht gesetzlich verpflichtet, Nachforschungen anzustellen. Dennoch raten wir dringend, den Hintergrund der indischen Partei gründlich zu prüfen, bevor Sie mit Ihrem Geschäftspartner eine langfristige Verbindung eingehen.

Due Diligence ist oft auch als Wirtschaftsprüfung bekannt

Eine Due Diligence-Prüfung wird in der Regel vom Erwerber oder Investor vor dem Kauf eines Unternehmens oder einer zu tätigenden Investition in ein Unternehmen durchgeführt. Tatsächlich wird sie manchmal auch als Wirtschaftsprüfung (Audit) bezeichnet. Eine gute Due Diligence geht jedoch über die bloße Prüfung der Jahresabschlüsse hinaus. Sie hilft, die richtige Entscheidung zu treffen und die mit der Unternehmenstransaktion verbundenen Risiken weitestgehend zu minimieren. Da während des Due Diligence-Prozesses sensible Informationen zur finanziellen, betrieblichen und rechtlichen Situation offengelegt werden, schließen beide Parteien üblicherweise eine Geheimhaltungsvereinbarung ab.

Es liegt in der Verantwortung des Verkäufers oder Anteilseigners, die Dokumente und Informationen zur Durchführung der Due Diligence zur Verfügung zu stellen. In Indien ist es nicht anders. In der Regel sind folgende Dokumente bzw. Informationen erforderlich, um eine Due Diligence bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung durchzuführen. Diese müssen von einem Experten in Indien sorgfältig geprüft werden, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Grundlegende Informationen für eine Due Diligence beim MCA online erhältlich

Ein Großteil der nötigen Informationen für die Durchführung einer Due Diligence in einem indischen Unternehmen sind über das Ministry of Corporate Affairs (MCA) abfragbar. Das MCA überwacht Unternehmensangelegenheiten in Indien, die durch den Companies Act, 2013 und andere damit verbundene Gesetze und Vorschriften geregelt sind. Jedes indische Unternehmen muss dem MCA seine Finanzen offenlegen. Über die Webseite des MCA können die Basisdaten daher eingesehen werden. Nach vorheriger Genehmigung vom Registrar of Companies (ROC) ist eine Hinterlegung der Dokumente bzw. Informationen für jedes Unternehmen in Indien verpflichtend. Alle über das ROC eingereichten Dokumente bzw. Informationen sind gebührenpflichtig abrufbar und stehen dann gemäß dem Right to Information Act einen Tag lang zur Verfügung. Hier eine Übersicht der abrufbaren Informationen, die seit dem 16. September 2006 beim MCA eingereicht wurden:

  1. Geschäftsberichte
  2. Jahresabschlüsse
  3. mögliche Gerichtsverfahren gegen Direktoren der Gesellschaft
  4. Pfandrechte auf Vermögenswerte
  5. sonstige Verstöße gegen Recht und Ordnung

Dokumente bzw. Informationen, die vor dem 16. September 2006 eingereicht wurden, liegen dem ROC nur in physischer Form vor und sind online nicht zugänglich. Um dennoch Einsicht zu nehmen, ist ein Besuch des zuständigen ROC notwendig.

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Entscheidend bei der Due Diligence – Ruf und Ansehen prüfen

Zusätzlich zu den oben beschriebenen betrieblichen und rechtlichen