Modis Reformen in Indien: Beben mit positivem Trend

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 hat der indische Premierminister Narendra Modi bisher 87 Reformen in Indien umgesetzt. Nicht alle davon finden aber die gewünschte Resonanz unter den Wirtschaftsexperten und Unternehmern. In einem Artikel des Magazins Aussenwirtschaft der Sparkassen-Finanzgruppe, der in der Ausgabe von Januar 2018 erschienen ist, zieht die Autorin Eli Hamacher Bilanz.

Die Mehrwertsteuerreform im Sommer 2017 sollte die Wirtschaft Indiens wachsen lassen, den Handel einfacher machen und Doppelbesteuerungen vermeiden. Experten bezeichnen die Goods and Services Tax (GST) als die bislang größte Reform seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1947. Nach der Bargeldentwertung im November 2016, bei der quasi über Nacht alle Bargeldscheine für ungültig erklärt wurden, ist die GST bereits die zweite Reform, die der Wirtschaft auf den ersten Blick  stärker geschadet hat, als ihr zu nutzen. So hatte auch der Internationale Währungsfonds Anfang Oktober die Wachstumsprognose für das aktuelle Finanzjahr um 0,5 % nach unten korrigiert. Auf den zweiten Blick fällt aber auf, dass sowohl die Bargeldreform, als auch die Steuerreform auf langfristige Sicht Indiens Wirtschaft helfen wird.

So konnte das Land die Steuerbasis erweitern und die Zahl der Steuerzahler ist um 9 Millionen angestiegen. Und auch die GST fängt langsam an, Früchte zu tragen. Im Artikel wird berichtet, dass die Weltbank in ihrem Ease-of-Doing-Business-Index, Indien im Vergleich zum letzten Jahr um 30 Plätze besser positioniert hat. Diese Verbesserung wird auch durch das neue Steuersystem begründet. Ebenso soll auch die Wachstumsprognose im kommenden Finanzjahr laut des IWF wieder auf 7,4% stark ansteigen. Und auch deutsche Unternehmen können aus der Steuer einen Vorteil ziehen, glaubt Klaus Maier von Maier+Vidorno (M+V). Vor allem die Logistikbranche könne laut Klaus Maier durch den Wegfall von Grenzkontrollen in den 29 Bundestaaten und der zahlreichen regionalen Steuern stark profitieren.

Die deutschen Unternehmer selbst schätzen die Geschäftssituation in Indien in Zukunft verbessert ein. Laut einer Umfrage beurteilen 50% der deutschen Firmen, die in Indien Geschäfte machen, ihre Lage zukünftig günstiger ein. 43% sind der Meinung, sie bleibe gleich und lediglich 9% gehen davon aus, dass sich die Situation in Zukunft erschwert.

Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor zahlreiche Stolpersteine, die ausländischen Firmen in Indiens Wirtschaft in den Weg gelegt werden. Eine unübersichtliche und überbordende Bürokratie, sowie etliche Steuern und Zölle haben in den letzten Jahren für Markthemmnisse bei ausländischen Unternehmen gesorgt. Dominiert wird der indische Markt auch nach wir vor durch den Preis, der für einen Großteil der indischen Kundschaft wichtiger ist als hohe Qualität. Auch deshalb mahnt Klaus Maier im Aussenwirtschaft-Artikel, dass sich ausländische Unternehmen stets vor Augen halten müssen, ihre Produkte an die lokalen Bedürfnisse und Preisvorstellungen anzupassen.

Maier+Vidorno organisiert seit fast 20 Jahren die Verwaltung ausländischer Unternehmen. Das erfahrene Expertenteam von M+V kennt sich mit allen Aspekten der indischen Bürokratie und der indischen Wirtschaft aus und kann Gefahren und Chancen für Ihr Unternehmen bereits frühzeitig identifizieren. Kontaktieren Sie uns für Ihre individuelle Beratung, um herauszufinden, wie M+V Sie bei Ihrem Markteintritt in Indien unterstützen kann.