Standort Mumbai: Sprungbrett für viele deutsche Unternehmen

Verkehrschaos, Sprachbarrieren, Kulturunterschiede, extreme Wetterbedingungen und eine ausufernde und komplexe Bürokratie: Für neue Investoren und Unternehmen ist Indien ein sehr schwieriges und kompliziertes Land. Dennoch sind bereits rund 1.800 deutsche Unternehmen in Indien aktiv. Davon haben etwa 320 Unternehmen ihren Standort in Mumbai gewählt. Die mit rund 23 Millionen Einwohnern größte indische Metropole gilt als das Finanz- und Wirtschaftszentrum Indiens.

In einem Artikel des Hamburger Abendblatts, der diesen Monat erschienen ist, erzählt die Autorin Eli Hamacher von jenen Unternehmen aus Hamburg, die ihren Sitz in Mumbai ausgesucht haben und wie sehr sich diese beiden Städte gegenseitig beeinflussen und bereichern.

In dem Artikel wird die Geschichte des Hamburgers Unternehmers Heiko Mohn erzählt, der seit 2005 für Hamburg Süd das Indiengeschäft aufbaut. Hamburg Süd ist ein Schifffahrtsunternehmen, dessen Frachter vor allem Konsumgüter, Maschinen, Altpapier, Stahl und Schrott nach Indien einführen. Am wichtigsten Containerhafen Indiens laden die Frachter hingegen Exportgüter wie Hülsenfrüchte, Baumwolle, Textilien oder Chemikalien auf, die auf einem drei- bis vierwöchigen Seeweg ihren Weg nach Europa finden.

Auch wenn das Geschäft im Moment läuft, hatte auch Heiko Mohn mit der Tochtergesellschaft Hamburg Süd India Pvt. Ltd. seine Probleme im Laufe der Jahre und bezeichnet das Business in Indien generell als sehr „turbulent“. Nicht nur die Kulturunterschiede und äußeren Bedingungen können beschwerlich sein, sondern auch von politischer Seite her kommen immer wieder Gesetzesänderungen, auf die sich die Unternehmen umstellen müssen. So bedeutete Modis Bargeldreform zur Eindämmung von Schwarzgeld, die im November 2016 quasi über Nacht die größten Geldscheine ungültig machte, für das Hamburger Unternehmen zunächst ein kleiner Rückschlag. „Zwei bis drei Wochen brach unser Geschäft um rund 50 Prozent ein, weil die Spediteure die Fahrer nicht bezahlen konnten,“ wird Mohn im Artikel zitiert. Durch die neue Goods and Services Tax, die im Juli dieses Jahres eingeführt worden ist, sieht Mohn jedoch großes Potential, da so ein einheitlicher Binnenmarkt entstehen kann.

Auch Klaus Maier von Maier+Vidorno (M+V) bestätigt im Artikel, dass die Steuerreform speziell für die Logistikbranche große Vorteile mit sich bringt. Der Indienexperte ist sich sicher, dass durch den Wegfall von zahlreichen regionalen Steuern, zukünftig vermehrt zentrale und professionell betriebene Großlager errichtet werden, was den ausländischen Logistikbetreibern zugutekommen dürfte.

Mumbai und ganz Indien ist immer noch ein attraktiver Wirtschafts- und Investitionsstandort. Vor allem in den vergangenen Jahren hat sich die Wirtschaft und der Markt in Indien deutlich verbessert, was auch die rund 1.800 deutschen Firmen erkannt haben. Das Potential in Indien ist nach wie vor enorm riesig und der Investitionszeitpunkt im Moment ideal.

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